Medikamentöse Schwindeltherapie

Medikamentöse Schwindeltherapie

Viele Schwindelerkrankungen lassen sich mit Medikamenten gut behandeln, so dass die Patienten weniger oder keine Schwindelbeschwerden mehr haben. In manchen Fällen ist es aber auch nur das Ziel der Therapie ein Fortschreiten einer Erkrankung zu verhindern. Eine medikamentöse Schwindeltherapie ist aber häufig eine sehr gute Hilfe.

Diese Medikation richtet sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild und natürlich auch nach Begleiterkrankungen. Weiter Informationen finden Sie unter dem jeweiligen Krankheitsbild.

Es gibt kein Medikament welches gegen alle Schwindelarten hilft. Auch wenn manche ganzseitige Werbung in einer Zeitschrift oder geschickt gemachte Werbespots im Fernsehen Ihnen diesen Eindruck vermitteln möchten.

Seien Sie kritisch, solche „Medikamente“ helfen meistens dem Hersteller deutlich besser als dem Patienten

Auch nicht so gängige Behandlungsverfahren wie die Therapien mit Bethistindihydrochlorid und Betahistindimesilat, Picrotoxin / Triamterin / Cinnarizin / Flunarizin / Betablockern / Carbamazepin, Gabapentin, Sulpirid etc gehören bei uns zu den Routineverfahren.

Am Beispiel der Vestibularisparoxysmie kann man dies besonders gut zeigen, denn in unserer Ambulanz setzen  ca. 10 verschiedene Medikamente zur Behandlung dieser häufig übersehenen Erkrankung ein. Die Erfahrung zeigt, dass es sich hier sehr lohnt, etwas Mühe und Zeit zu investieren und nicht jeden Patienten nach Schema F zu behandeln.

Auch beim Morbus Meniere gibt es mehr als ein Medikament. Nicht nur beide Betahistinsalze, sondern auch Cinnarizin, Picrotoxin und sogar verschiedene Diuretika können hier eine Verbesserung bewirken.

Auch und gerade beim Morbus Meniere ist häufig leider die Diagnose an sich falsch.

Wir haben mittlerweile in vielen Fällen die seit Jahren oder Jahrzehnten bestehende Diagnose ändern müssen.

Vor jeder medikamentösen Therapie oder einer Therapieänderung muss eine vollständige und zeitgemäße Untersuchung erfolgen, um Ihren Körper nicht unnötig mit Medikamenten zu belasten.

Häufig braucht man nämlich gar keine Medikamente, sondern nur das richtige Trainingsprogramm.

Ohne richtige Diagnose keine Medikamente ! Einfach mal probieren – geht aus unserer Sicht nicht 

Vor jeder Therapie muss eine vernünftige Diagnose – Stellung erfolgen. Behandeln auf Verdacht ist in den wenigsten Fällen eine Lösung.

Das beste Medikament ist das was sie nicht einnehmen müssen.