Drehschwindel

Drehschwindel – wenn alles um Sie herum kreist

Drehschwindel ist im Grunde keine eigenständige Erkrankung, Drehschwindel ist ein Symptom. Bei Drehschwindel muss man zuerst an Erkrankungen des Ohres denken. Drehgefühle werden in der Regel von  oder durch das Ohr, beziehungsweise im speziellen dem horizontalen Bogengang hervorgerufen.

Die Beschwerden können akut oder dauerhaft auftreten. Spontan für Sekunden oder langsam steigend für Tage bis Wochen oder dauerhaft anhalten. Man muss unterscheiden zwischen einem bewegungsabhängigen Schwindel und einem nicht von Bewegung abhängigen Schwindel.

Drehschwindel
Die Bogengänge des Gleichgewichtsorgans sind auf die Empfindung von Drehbeschleunigungen spezialisiert

 

Interessant ist auch, ob Begleitsymptome auftreten, Kopfschmerzen oder Sehstörungen.
Viele verschiedene Krankheitsbilder haben den Drehschwindel als ein mögliches Symptom. Ob es sich um eine Nervenstörung wie bei der Neuropathia vestibularis oder eine Innenohrerkrankung wie dem M. Meniere handelt. Manchmal auch um ein mechanisches Problem, wie bei der Bogengangsdehiszenz oder dem Lagerungsschwindel oder bei der Vestibularisparoxysmie.  Sogar Tumore wie das Vestibularisschwannom machen mitunter Drehschwindel. Aber auch bei einem Schlaganfall kann ein Drehschwindel das einzige Symptom sein.
Von einem Symptom einfach auf eine Diagnose zu schließen wäre grob fahrlässig.
Wie man aus der Vielzahl der Ursachen sehen kann, können sich hinter dieser Art von Schwindel viele verschiedene, auch ernst zu nehmende Krankheitsbilder verbergen. Ohne eine moderne und umfangreiche Diagnostik läuft man Gefahr, wichtige Hinweise zu übersehen.
Es gibt zwar viele Ärzte, die leider mit Schwindeldiagnostik und Therapie auf ihrer Webseite Werbung machen, aber eine Ausstattung wie aus dem Mittelalter vorhalten. Für diese Zwecke ausgerüstete Spezialambulanzen sind leider immer noch eine Seltenheit.
Bei sehr vielen Krankheitsbildern kann man sehr gut helfen, sei es durch eine spezielle Lagerungsübung oder durch ein Medikament, eine Operation oder auch nur durch eine brauchbare Diagnose.
Einem Patienten ist häufig schon damit geholfen, dass er weiß, wo der Schwindel seinen Ursprung hat, wie er das Krankheitsbild einschätzen muss. Wichtig ist es, zu erklären, warum Schwindel entsteht und in vielen Fällen:
Einfach dem Patienten seine Glaubwürdigkeit und Würde wieder zu geben.
Versuchen Sie sich mal in diese Lage hineinzudenken:
Sie sind ernsthaft krank, aber niemand glaubt Ihnen.