Innenohr

Das Innenohr (Die Hörschnecke und der Hörnerv)

Das Innenohr liegt im stabilsten Knochen des Körpers und weil die Form an eine Schnecke erinnert hat sich der Name Hörschnecke etabliert. Diese Schnecke hat genau 2,5 Windungen und in Ihr läuft ein Flüssigkeitsschlauch einmal vor und wieder zurück. Zwischen dem zusammengefalteten Flüssigkeitsschlauch liegen die für die Hörempfindung verantwortlichen Sinneszellen im inneren Lymphschlauch dem Endolymphraum.

Innenohr
Das Innenohr sieht aus wie eine Schnecke – daher auch der Name

Über den Gehörgang gelangen Töne als Schallwellen auf das Trommelfell. Wie bei einer Trommel fängt diese Membran dann zu schwinden an. Hinter dem Trommelfell liegen die Gehörknöchelchen die den Schall um bis zu 30 % verstärken. Dann werden die Schwingungen am ovalen Fenster auf die Innenohr Flüssigkeit im Perilymphraum übertragen.

Die Welle wandert einmal durch die Ganze Schnecke bis zu deren Zentrum (Helicotrema) und von dort wieder weiter bis sie am runden Fenster wieder im Mittelohrraum ausklingt. An der Stelle, wo die Welle frequenzabhängig ihren größten Pegel erreicht empfinden wir einen Ton. Da der in der Mitte liegende Flüssigkeitsschlauch, den wir auch als Endolymphraum bezeichnen, zusammengedrückt wird werden die darin befindlichen Fühler (Haarzellen) bewegt und damit erregt.

Innenohr
Hier erkennt man die großen Perilymphräume und den dazwischen liegenden Endolymphmraum

 

Es gibt zwei verschiedene Arten von Haarzellen, Äußere und Innere Haarzellen.

Innenohr
Schnitt durch das Innenohr mit den Inneren Haarzellen (Blau), die für das Hören selbst verantwortlich sind und den äußeren Haarzellen (Rot) die Töne dämpfen oder verstärken können

Am Eingang der Schecke liegen die hohen Töne und am Scheitelpunkt der Schnecke (Helicotrema) die tiefen Frequenzen. Die Welle wandert wie nach einem ins Wasser geworfenen Stein vom ovalen zum runden Fenster und schwingt dann Richtung Mittelohr aus.

Man könnte die Hörschnecke mit einem Teppich in einem Haus vergleichen. Der Eingang sind die hohen Frequenzen und die tiefen Frequenzen liegen am Ende des Ganges – sagen wir im Arbeitszimmer. Unsere Schallwelle oder Wanderwelle sind die Besucher des Hauses. Jetzt kann man sich vorstellen warum die hohen Frequenzen mit zunehmendem Alter abgenutzt werden, weil jeder Besucher durch den Eingang gehen muss um das Arbeitszimmer oder alle weiter vorne liegenden Zimmer (oder Töne) zu erreichen. Denn nicht jeder muss bis zum Arbeitszimmer aber alle müssen durch den Eingang.