TEOAE (Transistorisch evozierte Oto Akustische Emissionen)

TEOAE (Transistorisch evozierte otoakustische Emissionen)

Die meisten kennen diese Untersuchung vom Säuglingsscreening nach der Geburt. Diese mittlerweile verpflichtende Untersuchung wird bei jedem Neugeborenen in den ersten Lebenstagen durchgeführt, um frühzeitig eine Hörstörung oder Schwerhörigkeit zu erkennen. Der Begriff TEOAE ist ein Akronym aus den Begriffen: Transistorisch Evozierte Otoakustische Emissionen und bezeichnet vTöne, die das Innenohr selbst produziert.

Wenn man das Ohr mit lauten Tönen reizt, dann antwortet es darauf selbst mit Tönen. Diese Aussendungen (Emissionen) kann man mit einem Mikrofon, das im Gehörgang plaziert wird nachweisen.

In unserem Innenohr gibt es zwei verschiedene, für das Hören wichtige Arten von Haarzellen oder Sinneszellen. Während die inneren Haarzellen dazu dienen Töne direkt wahrzunehmen und an das Gehirn weiterzuleiten, Haben die äußeren Haarzellen zwei verschiedene Funktionen.Zum einen sind Sie in der Lage laute Töne wie ein Stoßdämpfer abzufangen, zum anderen können Sie selbst Töne produzieren und empfangene Laute Bei Bedarf verstärken.

TEOAE
Schnitt durch das Innenohr mit den Inneren Haarzellen (Blau), die für das Hören selbst verantwortlich sind und den äußeren Haarzellen (Rot) die Töne dämpfen oder verstärken können

Das Pfeifen der Ohren nach dem Besuch eines zu lauten Konzertes ist zum Beispiel auf in „beleidigte“ oder einfach überstrapazierte äußere Haarzellen zurückzuführen. Diese Zellen sind in der Lage Töne um bis zu 30 dB zu verstärken. Auch die Ohrgeräusche die bei nachlassendem Gehör im Alter entstehen, sind auf Fehlfunktionen in dieser Zellen zurückzuführen.

Im Umkehrschluss ist es aber möglich durch diese Phänomen auf ein intaktes Innenohr zu schließen. In den meisten Fällen kann man sich auf diese Antwort verlassen. Gerade bei gutachterlichen Fragestellungen sind diese Messungen unverzichtbar, da sie von Patienten nicht beeinflusst werden können. Es gibt Fälle, In denen Patienten Eine hochgradige Schwerhörigkeit oder eine Taubheit vortäuschen wollen, um zum Beispiel Schmerzensgeld oder Rente zu bekommen. Es gibt zwar tatsächlich Eine Erkrankung, bei der die Haarzell – Funktionen unauffällig ist, obwohl der Patient nichts hört. Aber in diesem Fall steht ein weiteres objektives Messinstrument, die BERA, zur Verfügung. Mit der Kombination dieser beiden Untersuchungen, kann objektiv eine Schädigung des Ohres bestätigt oder ausgeschlossen werden.