Posturographie

Posturographie

Der Begriff Posturographie stammt aus dem englischen Sprachraum. Posture ist das englische Wort für Haltung. Es gibt verschiedene Mess – Systeme auf dem Markt. In unserer Praxis wird eine Posturographie – Platte verwendet, die nicht nur über einen Bewegungssensor (Gyrosensor), sondern über 4 verschiedene Kraftaufnehmer verfügt.

Schon lange wissen wir, dass man Rückschlüsse von Standstörungen oder Fallneigungen auf verschiedene Krankheitsbilder ziehen kann.

Die Posturographie wertet die Gewichtsverlagerung in verschiedenen Körperpositionen computergestützt aus. Da dieses System schon sehr lange am Markt ist, kann man auf ein großes Datenarchiv zurückgreifen und kann typische Schwingungsmuster in den Messungen, mit erstaunlich hoher Trefferwahrscheinlichkeit einzelnen Krankheitsbildern zuordnen.

Posturographie
Im Bild haben wir das in unserer Praxis eingesetzte Posturographie System abgebildet

Die Posturographie ist aus unserer Sicht die einzige Untersuchungsmethode, die geeignet ist eine Zervikogenen Schwindel sicher zu erkennen oder auch aus zu schließen.

Gerade beim zervikogenen oder Halswirbelsäulenschwindel ist diese Untersuchung für uns von größter Wichtigkeit um einen Zusammenhang zwischen Standunsicherheiten und der Halswirbelsäule zu detektieren.

Schon häufig hat diese Untersuchung bei uns den Ausschlag für eine Diagnose ergeben. Sogar komplexe Zusammenhänge wie bei einer peripheren Polyneuropathie lassen sich hier gut erfassen.

Die Untersuchung ist für den Probanden nicht dramatisch, da aktiv kein Schwindel ausgelöst wird.

Posturographie - Messung
Dr. Schiffmann bei der Durchführung einer Posturographiemessung

Der Patient steht auf einer Metallplatte und schaut geradeaus gegen eine Wand und versucht möglichst ruhig zu stehen. Jetzt werden nach einander verschiedene Kopfpositionen eingenommen, z.T. mit offenen oder geschlossenen Augen. Zusätzlich muss der zu Untersuchende sich mit offenen und geschlossenen Augen auf große Schaumstoffkissen stellen. In jeder Position werden die Schwankungen und Gewichtsverlagerungen des Patienten registriert. Der Computer errechnet mit Hilfe einer Rechenformel (Fourier – Transformation) daraus typische Schwingungsbanden und trägt diese in ein Auswertungsschema ein. Ein erfahrener Arzt kann diese Werte dann leicht typischen Krankheitsbildern zuordnen.

Auch zentrale Störungen und Schlaganfälle kann man mit dieser Technik aufdecken. Wir haben schon häufig nur wegen des Posturographie – Ergebnissen ein MRT (Kernspin) veranlasst, mit sehr guter Trefferquote.

Die Posturographie gehört zu den wichtigsten Untersuchungen in unserer Ambulanz.

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